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Für ConfigMgr-Clients gibt es ab und zu Hotfixe, die sinnvollerweise während dem OSD (Operating System Deployment) installiert werden sollten. Ein Beispiel dazu habe ich kürzlich geschrieben.

Doch wie installiert man einen Hotfix während einer OSD-Tasksequenz?

Die “Magie” der Client-Installation passiert im Schritt “Setup Windows and ConfigMgr“. Leider wird in dem zugehörigen TechNet-Artikel nicht auf die genaue Syntax eingegangen, sondern nur erwähnt, dass “Patches und Korrekturen für den Configuration Manager 2007-Client, bei Bedarf” installiert werden können. Die Lösung liegt in der PATCH-Property, die einfach mit dem richtigen Inhalt gefüllt werden muss.

PATCH=”C:\_SMSTaskSequence\OSD\TF200004\i386\hotfix\KB977384\sccm2007ac-sp2-kb977384-x86-enu.msp;C:\_SMSTaskSequence\OSD\TF200004\i386\hotfix\kb2509007\sccm2007ac-sp2-kb2509007-x86-enu.msp”

Bei einer “build and capture”-Tasksequenz (weil hier viele Software-Updates installiert werden müssen, wenn zB ein Win7-RTM auf aktuellen Stand gebracht werden soll) kann es vorkommen, dass der Schritt “Install Software Updates” hängen bleibt. Dieses Problem wird durch kb2509007 behoben.
ConfigMgr 2012 bietet – wie bereits hier beschrieben – übrigens eine deutlich bessere Möglichkeit, Hotfixe in ein bestehendes Image zu integrieren.

Um ein Image eines Betriebssystemes unter ConfigMgr 2007 aktuell zu halten bzw. mit einem aktuellen Patch-Stand auszurollen, gab es bisher nur 2 Möglichkeiten ???(Möglichkeiten wie MDT (“Install Updates Offline”) oder DISM einmal nicht betrachtet) :

- Erzeugen eines neuen / aktuellen Referenzimages mittels einer “Build & capture“-Tasksequenz und dem “Install Software Updates“-Step
- Verteilen eines “alten” Referenzimages und Installation der aktuellen Patches während des Deployments

Beide Möglichkeiten sind eher (zeit-)aufwändig.

ConfigMgr 2012 bietet die einfache Möglichkeit, Updates zeitgesteuert zu einem bestehenden OS-wim-File hinzuzufügen (für Betriebssysteme > Vista SP2, > Server 2008 SP2 und >Windows 7 RTM).

Das Anwenden der Software-Updates kann entweder sofort oder zeitgesteuert erfolgen; die zu installierenden Updates können einfach aus einer Liste der verfügbaren ausgewählt werden:

ConfigMgr 2012 erstellt dabei ein Backup der bisherigen wim-Datei, so dass im Fehlerfall ein einfacher Fallback möglich ist.

Machmal findet man sich in der neue AdminConsole von ConfigMgr 2012 nicht auf anhieb zurecht. Ein Punkt ist zum Beispiel das Importieren von Computern für eine “bare metal” Betriebssysteminstallation, falls “unknown computer support” nicht aktiv ist.

In der ConfigMgr 2007-Konsole findet man dies unter Computer Management -> Operating System Deployment -> Computer Association:

Bei der (Beta2) Konsole hingegen auf der “Assets and Compliance”-Node:

Compliance Settings (DCM)

DCM (desired configuration management) wurde umbenannt und heisst jetzt “Compliance Settings”:

Die dahintersteckende Idee ist auch wie bei ConfigMgr 2012 die gleiche geblieben und durch Detailverbesserungen deutlich user- bzw. “administratorfreundlicher” geworden.

Eine sehr große Hilfe beim Erstellen von CIs (Configuration Items) ist der neue Registry-Browser, der es ermöglicht, auch auf entfernten System Registrywerte auszulesen und in CIs zu verwenden. Ein fehlerträchtiges Abtippen wie unter CM07 entfällt hierbei:

Unter ConfigMgr 2007 ist DCM ja nur “read only”, d.h. es können nur Werte geprüft, aber nicht verändert werden.
ConfigMgr2012 bietet die Möglichkeit, Werte nicht nur zu überprüfen, sondern auch auf den gewünschten zu setzen:

Außerdem können auch Alerts bei Unterschreiten eines gewissen Compliance Levels ausgelöst werden:

Remote Control

Auch “Remote Control” wurde bei ConfigMgr 2012 einigen Detailverbesserungen unterzogen.
Optisch wurden die Dialoge bzw. Icons dem aktuellen ConfigMgr2012-Design angepasst:


(Dialog zur Bestätigung der RC-Session)


(Icon im Systray)

Weitaus wichtiger sind jedoch die technischen Änderungen.

  • es ist möglich, Funktionen der Zwischenablage zu Verwenden
  • man kann Maus & Tastatur des ferngesteuerten Rechners sperren und
  • Strg + Alt + Entf ist endlich wieder möglich:

Änderungen der Client-Agent-Settings können ja auf Collection-Level definiert werden, so dass hier unterschiedliche Einstellungen für z.B. Desktops und Server realisiert werden können. Siehe dazu auch hier.

Software Catalog

Eine weitere Neuerung bei ConfigMgr 2012 ist der sogenannte “Software Catalog”, eine silverlight-basierte Webseite, auf der Endanwender für sie verfügbare Software installieren oder “bestellen” können.

Pro Applikation kann definiert werden, ob eine Genehmigung (“approval”) vor der Installation nötig ist. Sollte dies der Fall sein, so muss dieser Request erst genehmigt werden, bevor die Installation erfolgen kann:

OK, gut. Das ist sicher nicht DAS Feature, um schnellstmöglich auf ConfigMgr 2012 zu migrieren, schön ist es aber trotzdem.
Es besteht die Möglichkeit, jeder Site einen geografischen Standort zuzuweisen, der dann mittels Bing-Maps in der ConfigMgr2012-Console angezeigt werden kann:

Client Settings

Die “Client Settings” (also Einstellungen, wie Hard- und Software-Inventur, Software-Metering, BITS-Einstellungen, Policy Polling Intervalle usw) wurden auch gründlich überarbeitet:

Standardmässig gibt es die “Default Client Agent Settings”, die für alle Rechner gelten, die einer Site zugeordnet sind.

Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Settings zu erstellen, die dann einer Collection zugewiesen werden können. So könnten z.B. unterschiedliche BITS-Settings für Laptops und Desktops oder unterschiedliche Software-Inventory-Regeln für Clients und Server umgesetzt werden.

Eine weitere sehr gute Neuerung ist die Umsetzung der Hardware-Inventur-Einstellungen:

Dies entspricht in etwa einem “grafischen Editor” für die bekannte sms_def.mof.

Collections in ConfigMgr 2012 wurden auch einigen Änderungen unterzogen.

ConfigMgr 2007: es gibt bei Collections keine Möglichkeit, Ordner (“Folders”) anzulegen. Stattdessen verwendet man für eine bessere Strukturierung einfach leere Collections (d.h. die keine Mitgliedschaftsregeln beinhalten) und erstellt dann untergeordnete Collections (“Subcollections”).
ConfigMgr 2012: es besteht nun die Möglichkeit, Ordner anzulegen. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit entfernt, SubCollections anzulegen.

ConfigMgr 2007: hier kann man Benutzer- und Computer-Objekte in der selben Collection mischen.
ConfigMgr 2012: diese Mischung ist nicht mehr möglich. Es gibt entweder Device- oder User-Collections.

Neu in ConfigMgr 2012:

  • Inkrementelles Aktualisieren der Collections (bisher nur in ConfigMgr 2007 R3 vorhanden)
  • “Power Management Settings” (bisher ebenfalls nur in ConfigMgr R3)
  • “include” und “exclude” Rules: hier kann man einfach Rechner einer bereits vorhandenen Sammlung hinzufügen oder ausnehmen, ohne umständlich WQL-Statements (Stichwort “subselect” und “(not) in”) verwenden zu müssen

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